Minimiere dich glücklich

SO GESTALTEST DU DEINE WOHNUNG UM

Der Frühling ist in Deutschland angekommen und mit ihm auch unser Bedürfnis mal wieder so richtig durch zu lüften. Zwar müssen wir aufgrund der aktuellen Corona Situation auch in den kommenden zwei Wochen noch weitgehend zu Hause bleiben, doch das hindert uns nicht daran, alles aufzufrischen und zu lüften. Ganz im Gegenteil, gerade jetzt macht es Sinn, das Heim so schön wie möglich zu gestalten. Rein psychologisch betrachtet ist es sogar förderlich, frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen. Ein Tapetenwechsel kann in den heutigen Zeiten Wunder bewirken. Wie wäre es zum Beispiel mit einer neuen Wandfarbe in der Küche, der Balkon sollte doch auch schon lange mal wieder fit gemacht werden und in der Küche stapeln sich Kochbücher und Utensilien, die schon längst hätten rausfliegen müssen. Jetzt ist die Zeit, sich um genau diese Dinge zu kümmern.

# CHECKLISTE

Damit wir uns nicht komplett übernehmen und in der Küche anfangen, auf dem Balkon werkeln und gleichzeitig das Badezimmer neu machen wollen, ist es wichtig, sich einen Plan zu erstellen. Was hat Priorität, was ist schnell erledigt, wo brauche ich Hilfe und wie mache ich aus alt neu? Der Plan sieht recht einfache Schritte vor.

 

  1. Wo möchte ich grundlegend etwas verändern?
  2. Was muss lediglich sauber gemacht werden
  3. Wo kann ich aus alt neu machen?
  4. Was muss ich neu kaufen?
  5. Welcher Raum ist jetzt aktuell am wichtigsten?
  6. Womit starte ich?

 

# BALKON

Mach dir einen Plan, gestaffelt nach Prioritäten, Aufwand, Kosten und Nutzen. Ich persönlich habe zum Beispiel damit begonnen meinen Balkon auf Vordermann zu bringen. Warum? Ganz einfach, weil ich mich in der nächsten Zeit versuchen werde so viel wie möglich draußen aufzuhalten, jetzt wo das Wetter so herrlich wird. Da man momentan noch nicht die Möglichkeiten hat wie früher, versuche ich mir einen eigenen Raum im freien zu erschaffen. Das Pflanzen und Säen von Blumen, macht dabei nicht nur richtig viel Spaß, es ist auch mental eine wunderbare Arbeit, sich mit etwas lebendigem zu beschäftigen und mit der Zeit zu beobachten, dass sich aus den kleinen Pflänzchen, kräftige Blumen oder Stauden entwickeln. Auch hier spielt der psychologische Aspekt eine große Rolle. Der Mensch erfreut sich daran neues zu schaffen, das Kümmern um die neuen “Mitbewohner” schafft neue Aufgaben und Verantwortungen. Eine schöne Möglichkeit eine tägliche Routine und somit auch Struktur in den Tag zu integrieren. Übrigens, das geht natürlich genauso gut mit Zimmerpflanzen. Diejenigen, die das Glück haben einen eigenen Garten zu besitzen haben aktuell das große Los gezogen. Übrigens, wer hätte das gedacht, Pflanzen wachsen besonders gut, wenn man sich hingebungsvoll mit ihnen beschäftigt, einige Gartenexperten schwören darauf mit ihren Pflanzen zu sprechen und sie ab und zu sogar mal zu streicheln. Einen Versuch, ist es wert.

# KÜCHE

Die Küche schreit förmlich nach einem neuen Look? Wenn nicht jetzt wann dann! Mach die Fenster auf, schalte deine Lieblingsmusik ein, schlüpf in ein altes Hemd und geh es an. Wie wäre es zum Beispiel mit einem neuen Anstrich, wolltest du nicht längst mehr Farbe in dein Leben bringen? Pastellfarben machen sich in der Küche besonders gut, oder auch leuchtende Töne kommen ganz wunderbar zur Geltung. Schau doch einfach mal, was du sonst so in deiner Küche hast, welche Farben matchen mit deinem Geschirr oder deinen Möbeln? Such dir eine Wand aus und streich sie einfach um, vielleicht willst du beim Frühstück ab sofort auf mintgrün oder hellrosa schauen, dann trau dich und bring etwas Frühlingsfrische an die Wände. Wie wäre es sich außerdem von dem ein oder anderen aus der rumpeligen Küche zu trennen. Hast du nicht eigentlich von allem ein bisschen zu viel? Vielleicht freut sich die beste Freundin, der Nachbar oder die Tochter über diese Pfanne, die du, wenn du ganz ehrlich bist, noch nie verwendet hast? Auch in der Küche darf es übrigens blühen und duften, bestell dir online ein paar hübsche Pflanzen und verleihe so deiner Küche neue Frische. Übrigens passt Grün ganz fantastisch zu pastelligen Farben, aber auch zu klassisch weißen Wänden und Holz. Trau dich und verwandle deine Küche in eine Wohlfühloase. Jetzt fehlen nur noch blitzblanke Fenster und saubere, freigeräumte Oberflächen – so lässt es sich übrigens nicht nur herrlich essen, sondern auch ganz fantastisch arbeiten in der Küche!

# BADEZIMMER

Das Badezimmer hat in den meisten Wohnungen einen ganz besonderen Stellenwert – hier verbringt man schließlich sehr intime Zeit und da sollte man sich wohl fühlen. Bei mir entwickelt sich das Bad schnell mal zum zweiten Kleiderschrank, Kleidungsstücke fliegen rum und auf den Ablagen türmen sich Tübchen, Tiegel und Cremes – das nervt! Also habe ich mir die Zeit genommen, einmal gründlich ausdünnen – brauche ich diese Creme noch, ist es notwendig mehr als zwei Bürsten zu besitzen, wofür brauche ich drei verschiedene Haarspülungen? Minimieren, war mein Vorsatz – Dinge die länger als drei Monate nicht benutzt oder geöffnet wurden, kommen ab sofort weg. Meine Mama freut sich immer über die ein oder andere Creme und auch mein Freund bedankt sich bei mir für etwas mehr Platz im Bad. Zwar bin ich ein großer Verfechter von “nur das Genie beherrscht das Chaos” doch diese “Weisheit” habe ich leider so inflationär verwendet, dass es mir wirklich kein Mensch mehr glaubt. Also muss gehandelt werden. Übrig geblieben bei meinem Ausmisten, sind noch einige wenige, wirklich gute Cremes, ein Shampoo, natürlich mein daily Make-up und Hygieneartikel. Die Ablagen sind frei geräumt und ich muss sagen, es fühlt sich toll an sich zu befreien. Es schafft Luft zum Atmen, im wahrsten Sinne des Wortes. Mein Tipp an dich, schmeiß alles raus was du in den letzten 2-3 Monaten nicht mehr in die Hand genommen hast – du wirst es auch in den nächsten 3 Monaten nicht mehr benutzen! Minimiere dich.

# WOHNZIMMER

Dein Wohnzimmer ist aktuell sicherlich einer der wichtigsten Räume für dich. Hier wird gearbeitet, für alle die von zuhause arbeiten müssen, hier wird mit den Freunden gechattet und gegessen. Damit du dich so wohl wie möglich fühlst, schaffe dir auch hier mehr Platz – wie wäre es zum Beispiel den Raum neu zu dekorieren und vielleicht sogar komplett umzustellen. Der Schrank hat dir in der Ecke noch nie gefallen, der Teppich wirkt piefig und der Fernseher ist viel zu präsent? Ändere es! Hast du einen schönen Dielenboden, trenne dich vom Teppich. Der Fernseher würde sich auch gut im Schrank machen und so mehr Platz ermöglichen. Räum um! Die Gardienen waren vor zehn Jahren mal schön, wie wäre es mit schlichten Leinenvorhängen, die bei offenem Fenster luftig im Wind wehen. Vielleicht macht sich die Couch beim Fenster viel schöner und der Tisch könnte bunte Stühle eigentlich gut gebrauchen? Mach dir eine kleine Skizze wie die Möbel am besten zusammenpassen und mach aus alt neu, der Holzschrank könnte vielleicht neu geölt werden und die Stühle würden einen neuen Anstrich gebrauchen. Jetzt kannst du mit sehr wenig Geld ein ganz neues Wohnzimmer-(Gefühl) kreieren, lass deiner Fantasie freien Lauf und inspiriere dich online!

# SCHLAFZIMMER

Für mich ist das Schlafzimmer ein ganz besonders wichtiger Ort – nicht nur weil es einer der intimsten Räume in der Wohnung darstellt, auch herrscht im Schlafzimmer immer ein etwas anderes Klima. So ist der Raum bei mir immer mindestens fünf Grad kühler als im Rest der Wohnung. Das liegt daran, dass ich nicht mit geschlossenem Fenster schlafen kann. Frisch ist es also ohnehin – jetzt geht es vor allem darum, dieses Zimmer so effizient wie nur möglich zu nutzen. Auch hier gilt: trenne dich von Dingen! Brauche ich diese Jacke wirklich noch, muss die Kleiderstange mitten im Raum stehen, ist die Truhe vor dem Bett praktisch genug genutzt und gefallen mir die Vorhänge eigentlich noch? Werde dir darüber klar was du in deinem Schlafzimmer haben möchtest, was vielleicht bis zum Winter im Keller oder der Abstellkammer landen kann, welche Bettwäsche lässt den Raum am ordentlichsten wirken und wie viel Licht brauche ich in diesem Raum. Drei kleine Tricks funktionieren bei mir immer – weiße Bettwäsche und vielleicht sogar eine große Tagesdecke, lange einfarbige Vorhänge und eine Truhe, in der man Wäsche und Decken verstauen kann. Ein Wäschekorb verhindert unnötiges Herumfliegen von Kleidungsstücken. Hast du deinen Schrank im Schlafzimmer, so achte darauf, dass dieser weitestgehend ordentlich bleibt. Für diejenigen, die es beim Aufstehen gerne weich unter den Füßen haben, gilt: ein Teppich will gepflegt sein, krümelige oder gar fleckige Teppiche lassen einen Raum schnell “schmuddelig” erscheinen. Tipp: lüfte deine Bettwäsche drei Mal die Woche, dass frischt nicht nur die Decken auf, sondern flutet auch gleich den ganzen Raum. Frischer Wind tut jedem Raum gut – jeden Tag mal die Fenster öffnen und die Wohnung von Luft durchströmen lassen, hat einen reinigenden Aspekt.

Am wichtigsten ist, dass du dich wohl fühlst in deinen eigenen vier Wänden und dafür kannst du selbst am meisten tun. Die wichtigsten Regeln dabei sind:

 

  1. viel Licht – das lässt dein Gemüt blühen
  2. weniger Kram – so hast du den Überblick
  3. Luftdurchflutet – erfrischt Körper und Seele, außerdem bekommst du die Außenwelt mit, das lässt dich am Leben teilhaben
  4. Musik und Pflanzen bringen leben in den Raum

 

Viel Spaß beim Dekorieren, Umräumen und Kreativ sein.


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