Closet Detox

KLEIDERSCHRANK AUSMISTEN IN 5 SCHRITTEN

Der Schrank ist voll und dennoch haben wir immer das Gefühl, nichts zum Anziehen zu haben. Ein weit verbreitetes Phänomen, was vor allem uns Frauen betrifft. Natürlich wissen wir, dass das nicht stimmt – aber woran liegt es dann, dass wir so häufig ratlos vor unseren Kleiderschränken stehen? Es gibt dafür mehrere Erklärungen und zum Glück auch etliche Tipps und Tricks wie wir unseren Schrank wieder auf Vordermann bringen können.

# STEP 1 – SORTIEREN & AUSMISTEN

Der eigentliche Grund weswegen wir mit großen Fragezeichen vor unseren Kleiderschränken stehen, ist viel weniger die Tatsache, nichts zum Anziehen zu haben. Viel mehr, sehen wir den “Wald vor lauter Bäumen nicht mehr”. Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes den Überblick verloren. Jetzt heißt es sich einen klaren Blick zu verschaffen und sehr rational und realistisch zu bewerten, was wir von den vielen Sachen, die da so im Schrank rumhängen, noch behalten wollen. Dass es nicht einfach ist, sich von Dingen zu trennen, kann ich sehr gut nachempfinden. Darum versuche ich mir die “Entrümpelung” immer so positiv wie möglich zu gestalten. Zunächst teile ich die Kleidung in Kategorien ein. So etwa wie “emotionaler Wert”, “Evergreen”, “Basics”, “neu” und “hochwertig”. Die anderen Sachen, die schon seit Monaten oder vielleicht sogar Jahren im Schrank hängen und zu nichts anderem mehr dienen, als sich als Staubfänger im Schrank breit zu machen, kommen auf jeden Fall schon mal raus! Dazu stelle dir eine Kiste bereit und sortiere die ausrangierten Sachen ordentlich ein – denn wir schmeißen die Kleidung natürlich nicht auf den Müll (außer sie sind kaputt oder verwaschen). Such dir im Vorhinein eine gemeinnützige Organisation, einen tollen Second Hand Shop, die beste Freundin oder einen Fundus aus, wo du die Sachen gerne abgeben würdest. Vielleicht gibt es ja sogar noch den ein oder anderen Euro, oder auch einfach ein freundliches Wort und einen dankbaren Empfänger, für deine Sachen. Sobald die Sachen, die du nicht mehr brauchst, aussortiert wurden, sortiere zusätzlich die Teile aus, die du zur aktuellen Jahreszeit schlichtweg nicht tragen kannst. So schaffst du innerhalb von wenigen Stunden viel Raum und mit Sicherheit mehr Durchblick. Schritt eins ist getan!

 

# STEP 2 – ZUORDNEN

Unsere Omis hatten nicht ganz unrecht, wenn sie uns als Kind immer wieder den gleichen, damals sehr nervigen, Satz unter die Nase gerieben haben: „Kind, Ordnung ist das halbe Leben” – jaja. Damals, für die meisten, einfach nur ein weiterer nerviger Satz, der in die Kategorie “unnützes Wissen” abgespeichert wurde. Aber jetzt wo man allerdings seinen eigenen Haushalt und vor allem viel zu viel von allem hat, beginnt man zu verstehen, was die Omi einem sagen wollte. Im Grunde wollen wir uns ja so wenig wie möglich mit lästigen Dingen auseinandersetzen und dazu gehört auch der Kleiderschrank, der aus allen Nähten platzt. Nun, den ersten Schritt sind wir gegangen und haben uns hoffentlich von mehr Teilen als erwartet getrennt. Nun gehts ans Einsortieren. Mein Tipp, nur so habe ich es geschafft, meinen Kleiderschrank länger als zwei Wochen ordentlich zu halten, Farben, Formen und Fächer. Das soll so viel heißen wie – Shirts bleiben bei den Shirts, Hosen bei den Hosen, Röcken bei den Röcken, und die Kleider und Jumpsuits bleiben auch zusammen. Jetzt noch nach Farben sortieren, so wissen wir auf einen Blick, wo die weißen T-Shirts liegen. Ich persönlich habe für kleine „Tüddel“ Sachen wie Strümpfe, Unterwäsche und Tücher jeweils extra Körbe oder Kisten. Alles in einer Kiste zu verstauen macht keinen Spaß. Die Blusen, Kleider und Jumpsuits finden ihren Platz auf der Kleiderstange, zusammen mit Gürteln und Blazern. So sparen wir jede Menge Platz und vor allem eins – wichtige Lebenszeit, die sonst für lange Suchaktionen drauf geht!

# STEP 3 – UMSTYLEN

Jetzt wo wir alles ordentlich aus- und einsortiert haben fängt der eigentlich Part an, der uns sicherlich mehr Spaß macht! Alle Teile wurden nun einmal angeschaut und bewertet. Das bedeutet, alles was wir jetzt im Schrank haben sind Kleidungsstücke, die uns gefallen und getragen werden können. Erinnerst du dich an die Kategorien vom Anfang? Wir haben unterteilt in neue, emotional wertvolle, teure, Basics und auch Evergreens. Nun lass deiner Kreativität freien Lauf und kombiniere wild drauf los – trage deinen, von Omi selbst gestrickten Pullover zur Lieblings Denim und fancy Sneakern, oder wie wäre es mit einem luftigen Sommerkleidchen zur Lederjacke und Boots? Wichtig ist, löse dich von dem was du sonst stets trägst und verwandle deine alten Kleidungsstücke in neue Looks. Erfinde dich neu.

# STEP 4 – ERNEUERN

Das ein oder andere Teil wird natürlich fehlen, oder kann nicht mehr getragen werden. Deshalb kommt hier jetzt eine Liste an Basics und Evergreens, die nie aus der Mode kommen werden und in keinem Kleiderschrank fehlen dürfen. Als erstes, die weiße Bluse, ein unsterbliches Must Have, das in zig unterschiedlichen Art und Weisen gestylt und getragen werden kann. Ob lässig zum Jeansrock mit Knoten vorne, oder elegant zur Paperbag-Hose ins Büro, in XXL-Hemd zur Jeans oder zur Leggins. Die weiße Bluse, darf nicht fehlen!

Ein weiteres Allround Talent ist die Culotte. Sie funktioniert in allen Farben und kann sportlich oder edel getragen werden, und ist diesen Sommer und auch im nächsten Jahr nicht wegzudenken. Mein Tipp, zur hoch sitzenden Culotte mit weitem Bein, ein körperbetontes Oberteil tragen, das setzt unsere Taille optimal in Szene.

 

Hier noch eines meiner Lieblingsteile – der Jumpsuit. Kein Look ist so easy gestylt und sieht dabei so fantastisch aus – und er funktioniert obendrein in allen Farben und Formen. Ob weit oder eng geschnitten, der Jumpsuit kleidet uns immer. Mein Tipp – bei weit geschnittenen Modellen gerne mal zu High Heels greifen. Übrigens kommen die Jumpsuits dieses Jahr besonders gut im Utility Look.

 

Last but not least, der gute alte Trenchcoat, kein Mantel ist so berühmt wie der praktische Mantel, der einst als Regenmantel gedacht war. Heute nicht mehr wegzudenken aus der Modewelt.

 

Kleiner Tipp: die Must Have Teile immer griffbereit haben – so sehen wir auch kurz vor knapp, noch top gestylt aus!

# STEP 5 – BEFREIUNG

Übrigens, neben dem Faktor “Platz im Kleiderschrank” macht das Ausmisten auch psychologisch was mit uns. Das “sich trennen” von Dingen, wirkt befreiend und schafft nicht nur Platz im Schrank sondern auch in uns. Sich zu lange an etwas fest zu krallen und zu meinen, ohne dieses Teil würde etwas Elementares fehlen, ist Quatsch – jedenfalls bei Kleidungsstücken. Sehe es eher positiv, mach Raum für Neues, überwinde deinen Drang alles behalten zu müssen und mach doch lieber einer anderen Person eine Freude, indem du die Teile an Menschen gibst, die es viel nötiger brauchen. Lass los und schaffe mehr Ordnung und Übersicht, das kannst du übrigens auch genauso im Bad, der Küche und dem Wohnzimmer tun – minimieren, lautete das Zauberwort und wirkt Wunder – ich versprechs dir! Zu dem Thema findest du HIER noch einen schönen Artikel.

 

Viel Spaß beim Ausmisten und neu Shoppen! Und denk dran, mit den Evergreens hast du bereits die halbe Miete.


Entdecke jetzt die neusten Trend Looks! Dazu findest du HIER einen tollen Beitrag.


 
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